Sonntag, 27. Oktober 2013

Wer hat an der Uhr gedreht?




In einer durchschnittlichen Stunde in Baden-Württemberg…

… werden etwa zehn Kinder geboren. Das gilt allerdings nicht für die beiden kleinsten Gemeinden des Landes: Dort gab es zwischen 2010 und 2012 keine einzige.

… werden allein beim größten Hersteller 62.500 Maultaschen produziert. Eine Stunde ist übrigens auch die Zeit, die in den meisten Rezepten für die eigene Herstellung angegeben wird.

…wird allein beim größten Salzbrezel-Hersteller rund eine Tonne produziert. Eine Stunde ist übrigens auch die Zeit, die in den meisten Rezepten als Ruhezeit für den Teig der „großen“ Variante angegeben wird.

... trägt jeder Einwohner mit 4,11 Euro zum BIP bei.

… werden mehr als 106 Mercedes, Porsche und Audi produziert.

… passieren zwischen 7083 und 7500 Autos die meistbefahrene Kreuzung des Landes, die Anschlussstelle Stuttgart-Degerloch an der A8 („Echterdinger Ei“).

... in einem Fußballstadion der Ersten Bundesliga sahen die Zuschauer (live/TV) in dieser Saison mindestens ein Tor. Am meisten, wenn sie Spiele von 1899 Hoffenheim sahen (bislang 25, VfB: 20, Freiburg 9 bei einem noch ausstehenden Spiel am 27.10.).

… fahren zwar weitaus mehr, an den Wochenenden fahren aber zwischen zwei und drei Uhr nachts acht S-Bahn-Züge im Verkehrsverbund Stuttgart von der Schwabstraße aus in Richtung Herrenberg, Kirchheim (T), Flughafen/Filderstadt, Schorndorf, Backnang, Marbach, Bietigheim-Bissingen und Weil der Stadt. In der Nacht vom 26. auf den 27. Oktober waren es doppelt so viele. Eine Stunde braucht übrigens die S1 laut Fahrplan von Herrenberg über den Hauptbahnhof bis nach Esslingen-Zell.


Kurioses

Manchmal passiert in einer Stunde aber auch etwas, was so nicht geplant war: Im Jahr 2010 vergaß man in Freiburg die Zeitumstellung bei zwei Blitzern, die die Einhaltung des Tempolimits von 30 km/h, das nur in der Zeit zwischen 22 und 6 Uhr gilt, überprüfen sollten. Und so wurden zwei Tage lang auch zahlreiche korrekte Fahrer zwischen 21 und 22 Uhr geblitzt…

1200 Uhren sind im Deutschen Uhrenmuseum in Furtwangen ausgestellt – allerdings müssen nur 80 umgestellt werden. Und das macht mehr Arbeit als im März, wenn wieder auf die Sommerzeit vorgestellt wird, zumal sich auch nicht alle der alten Stücke leicht zurückstellen lassen. Mehr zum Uhrenmuseum gibt’s hier: http://www.abendblatt.de/vermischtes/article2226265/Der-Stundenklau-zur-Sommerzeit.html